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Bilder
Außenansicht
Foto: Philipp Koslowski
Innenansicht Triebwagen 165 471
Fahrgastraum 485 168
Video
Link zum externen Videoportal Youtube folgt

Beschreibung

(a) Allgemeines über die Baureihe 485/885

Nach den Tests des Baumusterzuges von 1979 begann die Serienproduktion der Baureihe 270 wegen mangelnder Baukapazitäten im LEW Hennigsdorf erst 1987. Gegenüber dem Baumusterzug gab es zahlreiche konstruktive Änderungen, z.B. wurden die Türgriffe durch Drucktaster ersetzt und die Frontpartie abgerundet. Ab 1988 wurde eine verbesserte Serie von acht Viertelzügen in Dienst gestellt („Nullserie“, 270 009 – 024). Diese Fahrzeuge waren üblicherweise in rot-beige lackiert („DDR-Hauptstadtlack“) nicht so 270 009-012. Sie wurden 1987 auf der Leipziger Frühjahrsmesse abweichend in Rubinrot mit anthrazitfarbenem Fensterband vorgestellt. Die Farbe gefiel und wurde für die folgenden Lieferung beibehalten – die Grundlage für den Spitznamen der Baureihe: „Coladosen“.

Nach dem erfolgreichen Test der Nullserie wurden weitere Fahrzeuge in den folgenden vier Lieferserien in Dienst gestellt:

  • Erste Serie: 485 / 885 013 – 044 (ex 270 025 – 270 088)
  • Zweite Serie: 485 / 885 045 – 095 (ex 270 089 – 270 190)
  • Dritte Serie: 485 / 885 096 – 143
  • Vierte Serie: 485 / 885 144 – 170

Die Serien wurden immer wieder verbessert. Dazu zählen der Einbau eines neuen Führerbremsventil EE4 anstelle des Dako-Führerbremsventils sowie das Nachrüsten eines dritten Signallichts für die Zugspitze. Ab der dritten Serie wurden Stationsanzeiger im Fahrgastraum verbaut. Die älteren Fahrzeuge wurden nachträglich mit ähnlichen Modellen ausgerüstet. Der Insider erkannte die unterschiedlichen Serien auch daran.

Auf Grund einer Anordnung des EBA mussten die Fahrzeuge mit einer Türüberwachungseinrichtung ausgerüstet werden. Dies mündete in das so genannte Leistungspaket. Allerdings wurden nicht mehr alle Fahrzeuge dieser Baureihe mit diesem Leistungspaket ausgerüstet. Etliche noch sehr junge Fahrzeuge wurden nach Ablauf ihrer Frist abgestellt und der Verwertung zugeführt. Ein schwerer Fehler.

Lange Zeit war die Baureihe 485/885 das Rückgrat der S-Bahn Berlin. Allerdings spätestens ab dem Jahr 2004 begann der Stern dieser Fahrzeuge zu sinken. Im Zeitraum der Fußballweltmeisterschaft 2006 wurden einzelne Fahrzeuge als Reserve vorgehalten und anschließend dauerhaft abgestellt.

Nachdem die große S-Bahn-Krise im Jahr 2009 zu einem akuten Fahrzeugengpass und massiven Zugausfällen führte, entschloss sich die S-Bahn Berlin, zwanzig abgestellte Viertelzüge der Baureihe 485 / 885 zu reaktivieren. Darunter war auch 485/885 168.


(b) Informationen zu diesem Fahrzeug

Der Viertelzug 485/885 168 wurde erst am 19.12.1992 in Dienst gestellt, als letzter der gesamten Baureihe. Die Verzögerung hing mit seinen anders gearteten Drehgestellen zusammen. Daher erfolgte ihre Indienststellung erst nach 485/885 170, dem Fahrzeug mit der höchsten vergebenen Wagennummer der Baureihe.

Er erhielt 2002 das Leistungspaket und wurde schon Ende 2004 abgestellt. Nach 8 Jahren im Dornröschenschlaf ging er im Juni 2012 als „Verstärkung Nr. 20“ wieder in Dienst – nun in traditioneller Farbgebung und mit modernisiertem Fahrgastraum. Zum Zeitpunkt seiner endgültigen Abstellung im März 2023 hatte er eine Gesamtlaufleistung 3.248.000 km erreicht.

Da wir mit dem Fahrzeug 270 001 (Musterzug) bereits ein Fahrzeug dieser Baureihe in unserem Bestand haben, erschien der Erhalt eines Serienfahrzeuges sinnvoll. Wir haben uns entschlossen, den Triebwagen 485 168 (vierte Serie) in unseren Bestand zu übernehmen, der künftig mit dem Triebwagen 270 001 mechanisch gekuppelt die Geschichte der Baureihe zeigen soll. Das Technikmuseum Berlin bewährt den Triebwagen 485 129 auf, dessen Fahrgastraum noch das Flair der frühen 00er Jahre konserviert. 

Es mangelt dem Verein an Platz und Ressourcen, um einen betriebsfähigen Halbzug aufzuheben. Die Aufarbeitung beider Triebwagen wird sich auf die Beleuchtung beschränken.

Technische Daten
Baureihe 485 / 885 (vormals 270)
Baujahr 1992
Einsatzzeit 1992 – 2004, 2012 – 2023
Antriebsleistung 4 Motoren je 150 kW
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Gewicht 34,0 t
Wagenlänge 18 150 mm (nur ET)
Wagenbreite 3140 mm
Sitzplätze 43 (nur ET)
Zustand der Triebwagen zeigt die Zeit von 2012 bis 2023 und wird im letzten Einsatzzustand erhalten. Er ist rollfähig und soll eine Fremdeinspeisung für Licht erhalten.
 
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