Neuordnung der Fahrzeugsammlung

Im Frühjahr 2021 fanden Rangierfahrten statt, damit alle historischen Fahrzeuge des Vereins nun an einem Standort vereint sind. Die gesamte Sammlung befindet sich nun in Erkner.

 270 001 in Erkner

Viele Jahre war die alte Triebwagenhalle bei der Hundekehle im Grunewald das Domizil unseres Vereins. Mit der Schließung des Werks Erkner im Jahr 2003 zogen wir mit Sack, Pack und fast allen Wagen dorthin um. Die Halle in Erkner war ein Glückfall, denn sie war schon damals deutlich moderner und besser erschlossen. Einige wenige Wagen der Sammlung blieben 2003 an anderen Standorten. Dies betraf zuletzt im Einzelnen:

  1. Viertelzug 275 625/626 (Stadtbahner-Prototyp)
  2. Viertelzug 270 001/002 (Baumusterzug der heutigen Baureihe 485)
  3. drei Beiwagen der Baureihe 169 („Bauart Bernau“)

Auf Grundlage des von unserer Mitgliederversammlung beschlossenen Fahrzeugkonzepts haben wir ein bisschen auf- und umgeräumt.

Verkauf 275 626

 275 626 in Brandenburg

Unsere Fahrzeugsammlung umfasste im Jahr 2005 sechs funktionsfähige Viertelzüge der Bauart Stadtbahn. Daher konnten wir es uns erlauben, den Triebwagen des Prototyps als Dauerleihgabe ans Deutsche Museum in München abzugeben. Zurück in Berlin blieb sein Beiwagen, für den nun im S-Bahnnetz leider keine Abstellmöglichkeit mehr zu finden war. Deswegen haben wir uns entschlossen, den Wagen zu verkaufen. Das Echo auf den Zeitungsartikel war überraschend groß, so dass wir den bestmöglichen Anbieter auswählen konnten. Der Wagen ist vor der Verschrottung gerettet. Per Tieflader wurde er im Mai in ein Dorf nach Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark) transportiert, wo er nach einer Renovierung als Coworking-Space genutzt werden wird. Hier zeigen wir ein Bild vom Abladen aufs Gleis.


Überführung 270 001

 Fahrgastraum

Vom Baumusterzug der heutigen Baureihe 485 ist nach deren Ausmusterung im Jahr 1989 nur ein Viertelzug erhalten geblieben, der nicht mit den Fahrzeugen der Serienfertigung kompatibel ist. Demzufolge hatte der Viertelzug für den Verein stets den Status eines wichtigen Ausstellungsstücks. Vandalismus und Diebstahl führten im Sommer 2018 zu dem Entschluss, den Beiwagen als Ersatzteilspender zu nutzen und nur den Triebwagen aufzuheben. Wir haben berichtet. Für den Beiwagen 270 002 fanden wir keinen Käufer, er musste verschrottet werden.

Der Triebwagen konnte im Mai 2021 erfolgreich nach Erkner überführt werden, wo er die Sammlung historischer Fahrzeuge komplettiert. Wegen chronischem Personalmangels in unserer Instandhaltung ist noch nicht absehbar, wann der Wagen aufgearbeitet werden kann. Es ist geplant, ihn gemeinsam mit einem Triebwagen der BR 485 zu erhalten.

Wie das Foto anschaulich macht, ist der Fahrgastraum eine spannende Mischung aus Alt und Neu. Weil der Fußboden großflächig durchgefault ist, können wir Besuchern absehbar diesen Einblick nicht gewähren.



Abgabe von Wagen der ehemaligen BR 169

 drei Beiwagen BR 169

Der Urahn der Berliner S-Bahn, die erste elektrische Baureihe von 1924, hat nur in Fragmenten überlebt. Einerseits gibt es einen ehemaligen Hilfsgerätezug, der aus diesen Wagen entstand, andererseits hatten wir drei kleine Beiwagen (Spitzname „Kinderwagen“) in der Halle in Hundekehle abgestellt. Für Sonderfahrten kamen diese Wagen aus konstruktiven Gründen nie in Frage, einen passenden Triebwagen gibt es nicht mehr. Bereits Ende 2020 wurden die drei Wagen daher dem Technikmuseum übergeben. Mit viel Aufwand hat das Museum die Lauffähigkeit hergestellt und die Wagen ins Werk Schöneweide überführt. Das Foto zeigt sie dort in Gesellschaft der Rangierlok.

 Triebwagen 278 005

Platzmangel in Erkner und strategische Überlegungen führten dazu, dass wir einen der beiden Triebwagen des Hilfsgerätezugs ebenfalls an das Technikmuseum übergeben. Es handelt sich um den Mannschaftswagen mit der Nummer 278 005-4. Im Mai 2021 haben wir den Triebwagen ins Werk Schöneweide überführt, wo er zusammen mit den drei Beiwagen der Baureihe abgestellt ist.

Es gibt seitens des Technikmuseums Überlegungen, diese nunmehr vier Wagen der Bauart Bernau zumindest optisch aufzuarbeiten. Bei uns in Erkner bleiben weitere drei Wagen (1x ET, 2x EB) für die Nachwelt erhalten.


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