Mit 120 km/h zum Potsdamer Fernbahnhof

Bilder
Außenansicht (2017)
Kopf des  Bankiertriebwagen an der Giebelwand
Außenansicht (2015)
Der erste Rundkopf - Bankiertriebwagen
Innenansicht (2015)
entkernter Bankier-Triebwagen

HINWEIS: Dieser Beitrag wird überarbeitet. Das Fahrzeug existiert in Gänze nicht mehr.

Beschreibung

Auf der Basis des Wannseebahn-Versuchszuges (Bauart 1932a) entwickelt die Waggonindustrie einen Probezug aus vier Viertelzügen (acht Wagen, Bauart 1934), die erstmals 1935 auf der Ausstellung „100 Jahre Deutsche Eisenbahn“ in Nürnberg gezeigt werden. Von allen bisher gelieferten S-Bahnwagen unterscheiden sie sich durch ihre runde Frontpartie, die ihnen Dynamik und Eleganz verleiht, sowie durch ihre Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde (je Motor 140 kW Stundenleistung anstatt wie üblich 90 kW). Anläßlich der Olympischen Spiele 1936 bestellt die Deutsche Reichsbahn weitere 44 Viertelzüge, von denen 34 als sogenannte „Olympiazüge“ für 80 km/h geliefert werden (Bauart 1935) und weitere zehn als sogenannte „Bankierzüge“ für 120 km/h (Bauart 1935a), die fortan elektrifizierten Ferngleise Potsdamer Bahnhof-Zehlendorf ohne Halt in nur zehn Minuten befahren.

Unser Verein bewahrte lange den Prototyp-Viertelzug 276 031/032 auf (ex. ET/EB 125 003) auf. In den 1990er Jahren hatten Mitglieder begonnen, den Wagen aufzuarbeiten. Es wurde nach dem Ausbau des Fußbodens im Triebwagen deutlich, dass die Längsträger Korrosionsschäden zeigen. Das Projekt wurde leider nicht abgeschlossen. Witterungseinflüsse richteten weiteren Schaden an.

Weil eine ausstellungswürdige oder gar betriebsfähige Wiederherstellung des Viertelzug wegen verschiedener auch konstruktiver Probleme absolut unrealistisch war, wurde der Kopf des Triebwagens im Sommer 2016 abgetrennt und an die Giebelwand der Triebwagenhalle montiert. Hier wird er elektrisch ausgerüstet und komplett aufgearbeitet.
Der Rest des Triebwagens sowie der Beiwagenkasten wurden verschrottet. Die Drehgestelle des Beiwagens wurden geborgen und nach der Aufarbeitung unter dem Beiwagen EB 167 072 weiter treue Dienste leisten.

Es ist ein weiterer Prototyp-Triebwagen komplett erhalten. 276 035-3 kann im Depot des Technikmuseums besichtet werden.

Text: Udo Dittfurth & Robin Gottschlag

 

Technische Daten
Bauart Bauart1935 a, Bankierzug
Baujahr 1935
Einsatzzeit 1934 – 2003
Antriebsleistung 560 kW  (4 x GBM 710)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h (vormals 120 km/h)
Wagenlänge (über Kupplung) Triebwagen 17.300 mm, Beiwagen 17.000 mm
Sitzplätze  
Zustand 2016 verschrottet. Kopf des Triebwagens abgetrennt im Werk Erkner aufgestellt.
 

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